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Samstag, 27. Juli 2013

Melonen-Limonade

Macht optisch was her und schmeckt erfrischend fruchtig.
Bei dem Wetter und über 30 Grad Lufttemperatur wundert es nicht, dass man hauptsächlich eins im Kopf hat: Wie kühle ich mich ab? Sprung in den Rhein? Oder ein erfrischendes Kaltgetränk. Vor ein paar Tagen ist mir das Rezept einer Kochbloggerin aufgefallen - Melonen-Limonade. Sieht lecker aus, schmeckt fruchtig und weckt die Lebensgeister. Die Frucht einer Wassermelone wird etappenweise pürriert und durch ein Sieb gegossen. Hinzu kommt der Saft von 5 Limetten und ein Schuss Ahornsirup zur geschmacklichen Abrundung. Wird serviert mit ein wenig zerstoßenem Eis.

Sonntag, 14. Juli 2013

Serbische Bohnensuppe

Chön charf mit Chili-Öl :-)
Serbische Bohnensuppe habe ich ewig nicht gemacht. Keine Ahnung, warum. Aber manchmal kommt die Inspiration einfach durch die Zutaten, die zufällig gerade im Kühlschrank liegen. Ich hatte Speck, einige luftgetrocknete Mettwürstchen, Tomatenmark und einen Bund Suppengrün mit einer Stange Lauch, zwei Möhren und einem Stück Sellerieknolle. Im Vorratsschrank fand ich außerdem noch eine Packung weiße Bohnen und eine Flasche mit feinem Chili-Öl. Knoblauch habe ich immer da. 

Die Bohnen habe ich zuerst gut gewaschen und dann einen halben Tag eingeweicht. So kann man das Einweichwasser später für die Suppe verwenden. Den gewürfelten Speck habe ich zusammen mit den in grobe Scheiben geschnittenen Mettwürstchen in dem Chili-Öl leicht angebraten. Dann kam der in Scheiben geschnittene Lauch dazu, dann die gewürfelten Möhren, der Sellerie und der Knoblauch. Nachdem das Gemüse leicht angeschwitzt war, kamen die Bohnen samt Einweichwasser dazu, außerdem zwei Esslöffel Tomatenmark und ein Esslöffel süßer Paprika. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt habe ich erst ganz zum Schluss. Ein halbe Stunde später kam diese sehr pikante Suppe auf den Tisch.

Ich habe eine Freundin aus Kroatien, die das Foto oben auf Facebook kommentiert hat. Auf meine Frage, ob es denn auch in der kroatischen Küche serbische Bohnensuppe gibt, meinte sie: "Klar, sie heißt aber einfach nur Bohnensuppe!"

Samstag, 25. Mai 2013

Hinterberger Haustorte

Sieben Schichten und dick Schokolade oben drauf!!
Als eingefleischter Facebooker verfolge ich auch stets die Post in Käptn's Dinner. Das ist eine offene Gruppe, in der sich viele Profi- und Hobby-Köche mit Fotos und Rezepten gegenseitig Appetit machen. Neulich ist mir ein Post aus Manus Küchengeflüster aufgefallen. Es handelt sich um ein ein traditionelles Tortenrezept aus der Gegend von Erding - die Hinterberger Haustorte. Das besondere daran: Böden aus Rührteig, viele Schichten, bedeckt mit einer leckeren Schokoladenschicht. Das sah so appetitlich aus, dass ich mir den Link gleich gesichert habe. Und heute war es dann soweit - ich habs auch probiert und kann nur sagen: Es lohnt sich!!

Zutaten
8 Eier (abwiegen)
die gleiche Menge Zucker (430 gr.)
2/3 Mehl (300 gr.)
2 TL Backpulver
3 Becher Sahne
2 EL Zucker
125 gr. feine Vollmilchschokolade
70 gr. Sahne

Die Eier in eine Schüssel geben, Zucker dazu. Mit dem Mixer glatt rühren, das Backpulver und löffelweise das Mehl dazu geben. Backofen auf 220 Grad vorheizen. Einzelne Teigplatten in einer Springform in jeweils 9 - 10 Minuten backen. Bei mir waren es 5 Platten. Auskühlen lassen. 3 Becher Sahne mit dem Zucker steif schlagen. Jetzt Schicht für Schicht den Kuchen bauen. Etwas Sahne übrig behalten für die Kuchenseite. Oben drauf kommt keine Sahne. Dafür wird jetzt die Schokolade mit 70 gr. Sahne bei sanfter Hitze geschmolzen. Etwas abkühlen lassen und auf den Kuchen geben. Ich finde, es sieht total lecker aus, wenn die Schokolade an der Seite runterläuft. 

Braucht zwar etwas Zeit, kann aber im Grunde gar nicht schief gehen, sieht klasse aus und schmeckt wirklich sehr sehr sehr sehr lecker!!!

Samstag, 27. April 2013

Frittata

Italienische Resteküche - lecker!!
Die erste Frittata meines Lebens habe ich bei einer Freundin in München gegessen, die mit einem Italiener verheiratet war. Auch eine berühmte Filmrolle bekam die Frittata - in der Hollywood-Kommödie Morning Glory, wo Hauptdarsteller Harrison Ford als mürrischer Frühstücksfernseh-Moderator für dieses italienische Schnellgericht wieder gute Laune bekam. Frittata ist ein ganz typisches Beispiel für das, was die italienische Küche so besonders macht: Resteverwertung! Da sind die Italiener einfach unschlagbar drin. In eine Frittata kommen Eier, Käse und einfach das rein, was der Kühlschrank so hergibt. Es schmeckt zum Frühstück, aber auch mit einem knackigen Salat als Abendessen. Hier gibts das Originalrezept von Harrison Ford. Und ich zeige ein Beispiel für 2 Personen.

Zutaten
4 Eier
100 cl Sahne
100 gr. Emmentaler
50 gr. Parmiggiano
1 reife Tomate
1 EL gehackte glatte Petersilie
Butter
Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

Emmentaler fein würfeln, Parmiggiano reiben. Die Tomate halbieren, entkernen und grob Würfeln. Eier mit der Sahne kleppern, Käse und Petersilie dazu, salzen pfeffern, umrühren. Eine kleine Pfanne (mit Deckel) bei mittlerer Hitze aufsetzen und die Butter darin zum Schmelzen bringen. Die Ei-Sahne-Käse-Masse reingeben und die Tomatenstücke gleichmäßig verteilen. Deckel drauf und die Frittata in knapp 10 Minuten goldbraun braten. Durch den Käse bekommt die richtig Volumen. Muss nicht umgedreht werden. Mit dem Deckel stockt das von oben.

Samstag, 20. April 2013

Powidl-Kuchen

Powidl lebt von der eigenen Fruchtsüße.
Neulich habe ich ja mal einen Mürbeteig-Kuchen mit Apfelmus gemacht. Der war sehr lecker, vor allem, weil ich das Apfelmus recht lange eingekocht habe, damit es etwas fester ist. Und so kam mir der Gedanke, diesen Kuchen auch mal mit Powidl zu machen. Powidl, was ist das? Der Begriff kommt aus dem Tschechischen. Es handelt sich dabei um sehr stark eingekochte Zwetschen ohne Zuckerzusatz. Das Mus lebt sozusagen von der eigenen Fruchtsüße und ist am Ende sehr zähflüssig und sehr dunkel. In Bayern werden damit ja gerne mal die Germknödel gefüllt. Ich hatte noch zwei drei Gläser davon. Und eins davon habe ich dann für meinen neu kreierten Powidl-Kuchen verwendet.

Zutaten
250 gr. Mehl
125 gr. Butter
75 gr. Zucker
1 Ei
250 cl Powidl
Puderzucker

Mehl und Zucker mischen, das Ei dazu geben und die Butter in Flöckchen oben drauf legen. Daraus einen Teig kneten und 30 Minuten ruhen lassen. Eine Springform mit 28 cm Durchmesser einfetten, den Boden mit Teig auslegen und einen 3 cm hohen Rand formen. Das Glas Powidl gleichmäßig darauf verteilen. Zum Schluss den Kuchen mit einer dünnen Teigplatte abdecken. 45 Minuten in den Backofen bei 180 Grad. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Sonntag, 17. März 2013

Tiramisu

Nicht mit Löffelbiskuit :-)

Tiramisu ist das wohl bekannteste italienische Dessert. "Tira mi su" heißt auf deutsch "zieh mich hoch". Ich habe mal eine interessante Geschichte gehört, wie dieser Kuchen entstanden ist. Italienische Bauern haben ihren Lehnsherrn übers Ohr gehauen, indem sie jeden Tag nach dem Melken den Rahm von der Milch genommen und in eine Schüssel gegeben haben. Um das zu verbergen, kam eine Lage Teig drauf. Am nächsten Tag daselbe Spiel. So entstanden dann die Schichten.

Heutzutage fehlt Tiramisu auf keiner evangelischen Kirchenfeier. Und immer wird dabei Löffelbiskuit verarbeitet. Ich mach das so nicht, sondern backe eigens einen Biskuitboden, der dann in Scheiben geschnitten wird.

Zutaten für den Biskuitteig
6 Eier
150 gr. Mehl
150 gr. Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 TL Backpulver
6 EL heißes Wasser
1 Prise Salz

Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Zu den Eigelben 6 Esslöffel heißes Wasser, den Vanillezucker und den Zucker geben. Mit dem Mixer so lange schlagen, bis eine dickflüssige weißliche Masse entsteht. Nach und nach das Mehl dazu geben und untermischen. Ein Drittel des Eischnees auch dazu und unter mischen. Den Rest des Eischnees unterheben. Backform mit Backpapier auslegen und Teigmasse reingeben. Im Backofen bei 180 Grad 45 Minuten lang ausbacken. Im Backofen auskühlen lassen.

Zutaten für die Mascarpone-Creme
5 Eier
500 gr. Mascarpone
150 gr. Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Glas milden Grappa
1 Prise Salz

Außerdem
2 EL Kakao-Pulver
1 Tasse ungesüßten, starken Kaffee

Eier trennen. Die Eiweiße wieder mit einer Prise Salz steif schlagen. Eigelbe, Zucker, Vanillezucker und Grappa wie gehabt zur dickflüssigen Creme verarbeiten. Mascarpone dazu geben und unterrühren. Dann ein Drittel des Eischnees. Den restlichen Eischnee unterheben.

Den inzwischen erkalteten Biskuitteig quer in drei gleich dicke Scheiben schneiden. Die unterste Scheibe in die Form legen, darauf vorsichtig mit einem Küchenpinsel gleichmäßig etwas Kaffee streichen. Nicht so viel nehmen, dass der Boden durchweicht. Darauf ein Drittel der Mascarpone-Creme verteilen. Das wiederholen wir jetzt zwei mal. 2 Stunden in den Kühlschrank geben. Das Kakao-Pulver durch ein Siebchen über das Tiramisu geben. 

Dieses Dessert ist eine ziemlich mächtige Angelegenheit. Für alle Fälle - die Nummer des Notarztes ist 112! :-)

Sonntag, 10. März 2013

Schwarzwälder Kirschtorte

Schwarzwälder Kirschtorte schmeckt so gut, wie sie aussieht.
Jetzt bin ich ja schon seit einigen Monaten beruflich am Fuß des Südschwarzwaldes tätig. 5 km mit dem Auto, und ich bin über 1000 Meter über NN unterwegs. Am Schluchsee zum Beispiel. Also der Schwarzwald ist landschaftlich wirklich eine Wucht. Auch wenn sich noch keine Heimatgefühle eingestellt haben bisher, wird es jetzt doch mal Zeit für eines der kulinarischen Highlights aus der Region - die weltberühmte Schwarzwälder Kirschtorte.Wie so oft bei leckeren Torten, ist das mit einigem Aufwand verbunden. Weil es eine Sahnetorte ist, braucht sie eine gewisse statische Stabilität. Und für die sorgt man mit zwei Sorten Teig - Mürbeteig und Biskuitteig. Ich habe wunderbaren holländischen Kakao verarbeitet. Und statt einem Glas Sauerkirschen gabs Sauerkirsch-Grütze. Sehr lecker und genau die richtige Konsistenz. Und ich machs ohne Kirschwasser, weil ich einfach keinen Alkohol in Kuchen mag.

Zutaten für den Mürbeteig
150 gr. Mehl
75 gr. Margarine
50 gr. Zucker
25 gr. Kakao
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb

Zutaten für den Biskuit-Teig
150 gr. Mehl
150 gr. Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
25 gr. Kakao
2 TL Backpulver
6 Eier
6 TL heißes Wasser
1 Prise Salz

Für die Füllung und die Deko
800 ml Schlagsahne
3 Päckchen Vanillezucker
3 Päckchen Sahnesteif
1 Glas Sauerkirsch-Grütze
1 Päckchen Schokoflocken
12 kandierte Kirschen


Am Vortag: Für den Mürbeteig Mehl, Kakao, Zucker, Vanillezucker und Eigelb in eine Schüssel geben, oben drauf kommt in Flocken die Margerine. Geduldig mit dem Mixer zu einem homogenen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen und im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Biskuit-Teig Eier trennen. Eiweiß mit einer Brise Salz steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Eigelbe mit dem Wasser, dem Zucker und dem Vanillezucker so lange mit dem Mixer schlagen, bis eine helle, volumige Masse entsteht. In einer dritten Schüssel (viel Spül, ich weiß) Mehl, Kakao und Backpulver mischen. Zug und Zug mit dem Eigelb-Gemisch verrühren. Ein Viertel des Eischnees einrühren. Die restlichen Dreiviertel unterheben. Eine Springform von 28 cm einfetten, Biskuit-Teigmasse reingeben. Bei 180 Grad 50 Minuten ausbacken.

Den Mürbeteig auf einem Stück Backpapier zu einer Teigplatte mit 28 cm verarbeiten. Nach 20 Minuten auch in den Backofen und die restlichen 30 Minuten mitbacken.

Am nächsten Tag: Biskuit-Teig mit einem Brotmesser und reichlich Feinmotorik in drei Platten schneiden. Auf den Mürbeteig etwas von dem gelierten Saft der Sauerkirsch-Grütze geben und gleichmäßig verteilen. Die erste Mürbeteig-Platte drauf setzen. Das Glas Sauerkirsch-Grütze darauf verteilen. Einen Becher Sahne mit einem Päckchen Vanillezucker und einem Päckchen Sahnesteif mit dem Mixer schlagen, auf den Sauerkirschen verteilen. Nächste Teig-Platte drauf. 2. Becher Sahne schlagen, auf die Teig-Platte streichen. 3. Teig-Platte drauf. 3. Becher Sahne schlagen und den gestapelten Kuchen damit bestreichen. Die Schokoflocken darauf verteilen. Noch einen halben Becher Sahne schlagen und in eine Sahnetülle mit Sternaufsatz füllen, den Kuchen mit 12 Tupfen garnieren. Jeweils eine kandierte Kirsche draufsetzen. In der Mitte auch noch ein paar Sahnetupfen mit kandierter Kirsch setzen. 

Bis zum Servieren in einem Kühlschrank aufbewahren.