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Dienstag, 22. April 2014

Mascarpone-Kuchen mit Tonkabohne

Sieht aus wie ein normaler Käsekuchen, hat aber ein ganz besonderes Aroma durch die Tonkabohne.
Nach Safran ist Vanille das teuerste Gewürz der Welt. Die Vanille-Pflanze ist eine Orchidee, die in Mexico ihre Heimat hat. Ursprünglich kamen die Vanille-Schoten auch ausschließlich aus Mexico, weil die Bestäubung nur durch Kolibris funktionierte. 80 Prozent der weltweiten Vanille-Produktion kommt aber inzwischen aus Madagaskar. Hier wird die Bestäubung per Hand gemacht wird. Daher der hohe Preis. Und insgesamt kommen auch jährlich nur rund 1.500 bis 2.000 Tonnen Vanille-Schoten in den Welthandel. Die meisten Produkte mit Vanille-Geschmack enthalten also künstliche Aromen. Neben Chemie gibts aber auch noch eine Alternative - die Tonkabohne. Sie ist so groß wie ein Mandelkern, hat ein vanille-ähnliches Aroma und wird mit einer Muskatreibe zu Pulver verarbeitet. Wegen der hohen Intensität sollten Tonkabohnen nur sehr sparsam verwendet werden. Ich habe jetzt mal einen abgewandelten Käsekuchen damit gemacht. Und die beste aller Käsekuchebäckerinnen - meine Mutter :-) - war mehr als begeistert.

Zutaten
250 gr. Mehl
325 gr. Zucker
125 gr. Butter 
1 TL Backpulver
1 Pfund Mascarpone
1 Pfund Schichtkäse
6 Eier
1,5 Tonkabohnen
1 Prise Salz

Am Vortag Schichtkäse in ein Haarsieb geben. Sieb zum Abtropfen auf eine Schüssel setzen und in den Kühlschrank stellen. Eineinhalb Tonkabohnen reiben und mit dem Zucker vermischen. 125 gr. von dem aromatisierten Zucker mit 250 gr. Mehl und dem Backpulver vermischen. Ein Ei und die Butter in Flöckchen zum Mehl-Zucker-Gemisch geben. Mit dem Mixer und etwas Geduld zu einem festen Teig verarbeiten. In Frischhaltefolie packen und 30 Minuten in den Kühlschrank geben. 

Die fünf verbliebenen Eier sorgfältig trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Den restlichen Zucker in einer anderen Schüssel mit dem fünf Eigelben zu einer weißlichen dicken Masse verarbeiten. Mascarpone, Schichtkäste und ein Drittel des Einschnees dazu geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Rest des Eischnees vorsichtig unterheben.

Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Springform einfetten. Gut die Hälfte des Mürbeteigs mit dem Nudelholz ausrollen und den Boden der Springform damit bedecken. Aus dem Rest des Mürbeteigs eineinhalb Zentimeter dicke Würste rollen und damit in der Springform den Kuchenrand bauen. Ei-Quark-Mischung einfüllen. In den Backofen damit für 45 Minuten. Gut abkühlen lassen, bis der Kuchen fest ist und aus der Springform genommen werden kann.

Sonntag, 8. September 2013

Zwetschentarte

Sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch geschmacklich mal was ganz anderes!
In Nachbars Garten steht ein Zwetschenbaum. Hinter einer Gartenhütte. Der Nachbar kommt selbst gar nicht dran. Deshalb hat er hochoffiziell die Genehmigung erteilt, dass ich das, was dran hängt, auch ernten darf. ICH komme gut dran an das Obst, denn der Baum hängt besonders schwer und voll dieses Jahr. Und was machen damit? Powidl habe ich noch vom Vorjahr. Letztes Wochenende gabs schon Pflaumenkuchen vom Blech. Deshalb habe ich mich heute mal an etwas Neues gewagt: Zwetschentarte mit Mürbeteig. Und ich kann jetzt schon verraten: ein voller Erfolg!

Zutaten
250 gr. Mehl
125 gr. Butter in Flocken
75 gr. Zucker
1 Ei
50 gr. Aprikosenmarmelade
1 Pfund Zwetschen

Aus Mehl, Zucker, Butter und Ei einen Mürbeteig kneten und 30 Minuten ziehen lassen. Zwetschen entkernen, dabei ziehharmonika-förmig aufschneiden. Kuchenform (28 cm) einfetten. Teig zu einer Platte ausrollen und in die Kuchenform legen. Teigrand schon eindrücken in die Rillen der Form. Kreisförmig mit den Zwetschen belegen. In den Backofen bei 180 gr. Umluft für etwa 30 Minuten. Aprikosenmarmelade mit etwas Wasser in ein Töpfchen geben, aufkochen lassen, bis sich das Gelee auflöst, durch ein Sieb streichen. Nach 30 Minuten Backzeit, werden die Zwetschen damit bestrichen. Nochmal 15 Minuten in den Ofen. Vor dem Auslösen aus der Form unbedingt erkalten lassen.

Samstag, 20. April 2013

Powidl-Kuchen

Powidl lebt von der eigenen Fruchtsüße.
Neulich habe ich ja mal einen Mürbeteig-Kuchen mit Apfelmus gemacht. Der war sehr lecker, vor allem, weil ich das Apfelmus recht lange eingekocht habe, damit es etwas fester ist. Und so kam mir der Gedanke, diesen Kuchen auch mal mit Powidl zu machen. Powidl, was ist das? Der Begriff kommt aus dem Tschechischen. Es handelt sich dabei um sehr stark eingekochte Zwetschen ohne Zuckerzusatz. Das Mus lebt sozusagen von der eigenen Fruchtsüße und ist am Ende sehr zähflüssig und sehr dunkel. In Bayern werden damit ja gerne mal die Germknödel gefüllt. Ich hatte noch zwei drei Gläser davon. Und eins davon habe ich dann für meinen neu kreierten Powidl-Kuchen verwendet.

Zutaten
250 gr. Mehl
125 gr. Butter
75 gr. Zucker
1 Ei
250 cl Powidl
Puderzucker

Mehl und Zucker mischen, das Ei dazu geben und die Butter in Flöckchen oben drauf legen. Daraus einen Teig kneten und 30 Minuten ruhen lassen. Eine Springform mit 28 cm Durchmesser einfetten, den Boden mit Teig auslegen und einen 3 cm hohen Rand formen. Das Glas Powidl gleichmäßig darauf verteilen. Zum Schluss den Kuchen mit einer dünnen Teigplatte abdecken. 45 Minuten in den Backofen bei 180 Grad. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Sonntag, 10. März 2013

Schwarzwälder Kirschtorte

Schwarzwälder Kirschtorte schmeckt so gut, wie sie aussieht.
Jetzt bin ich ja schon seit einigen Monaten beruflich am Fuß des Südschwarzwaldes tätig. 5 km mit dem Auto, und ich bin über 1000 Meter über NN unterwegs. Am Schluchsee zum Beispiel. Also der Schwarzwald ist landschaftlich wirklich eine Wucht. Auch wenn sich noch keine Heimatgefühle eingestellt haben bisher, wird es jetzt doch mal Zeit für eines der kulinarischen Highlights aus der Region - die weltberühmte Schwarzwälder Kirschtorte.Wie so oft bei leckeren Torten, ist das mit einigem Aufwand verbunden. Weil es eine Sahnetorte ist, braucht sie eine gewisse statische Stabilität. Und für die sorgt man mit zwei Sorten Teig - Mürbeteig und Biskuitteig. Ich habe wunderbaren holländischen Kakao verarbeitet. Und statt einem Glas Sauerkirschen gabs Sauerkirsch-Grütze. Sehr lecker und genau die richtige Konsistenz. Und ich machs ohne Kirschwasser, weil ich einfach keinen Alkohol in Kuchen mag.

Zutaten für den Mürbeteig
150 gr. Mehl
75 gr. Margarine
50 gr. Zucker
25 gr. Kakao
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eigelb

Zutaten für den Biskuit-Teig
150 gr. Mehl
150 gr. Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
25 gr. Kakao
2 TL Backpulver
6 Eier
6 TL heißes Wasser
1 Prise Salz

Für die Füllung und die Deko
800 ml Schlagsahne
3 Päckchen Vanillezucker
3 Päckchen Sahnesteif
1 Glas Sauerkirsch-Grütze
1 Päckchen Schokoflocken
12 kandierte Kirschen


Am Vortag: Für den Mürbeteig Mehl, Kakao, Zucker, Vanillezucker und Eigelb in eine Schüssel geben, oben drauf kommt in Flocken die Margerine. Geduldig mit dem Mixer zu einem homogenen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen und im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Biskuit-Teig Eier trennen. Eiweiß mit einer Brise Salz steif schlagen. In einer zweiten Schüssel Eigelbe mit dem Wasser, dem Zucker und dem Vanillezucker so lange mit dem Mixer schlagen, bis eine helle, volumige Masse entsteht. In einer dritten Schüssel (viel Spül, ich weiß) Mehl, Kakao und Backpulver mischen. Zug und Zug mit dem Eigelb-Gemisch verrühren. Ein Viertel des Eischnees einrühren. Die restlichen Dreiviertel unterheben. Eine Springform von 28 cm einfetten, Biskuit-Teigmasse reingeben. Bei 180 Grad 50 Minuten ausbacken.

Den Mürbeteig auf einem Stück Backpapier zu einer Teigplatte mit 28 cm verarbeiten. Nach 20 Minuten auch in den Backofen und die restlichen 30 Minuten mitbacken.

Am nächsten Tag: Biskuit-Teig mit einem Brotmesser und reichlich Feinmotorik in drei Platten schneiden. Auf den Mürbeteig etwas von dem gelierten Saft der Sauerkirsch-Grütze geben und gleichmäßig verteilen. Die erste Mürbeteig-Platte drauf setzen. Das Glas Sauerkirsch-Grütze darauf verteilen. Einen Becher Sahne mit einem Päckchen Vanillezucker und einem Päckchen Sahnesteif mit dem Mixer schlagen, auf den Sauerkirschen verteilen. Nächste Teig-Platte drauf. 2. Becher Sahne schlagen, auf die Teig-Platte streichen. 3. Teig-Platte drauf. 3. Becher Sahne schlagen und den gestapelten Kuchen damit bestreichen. Die Schokoflocken darauf verteilen. Noch einen halben Becher Sahne schlagen und in eine Sahnetülle mit Sternaufsatz füllen, den Kuchen mit 12 Tupfen garnieren. Jeweils eine kandierte Kirsche draufsetzen. In der Mitte auch noch ein paar Sahnetupfen mit kandierter Kirsch setzen. 

Bis zum Servieren in einem Kühlschrank aufbewahren.