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Samstag, 19. Oktober 2013

Parasol-Pilz

Riesenschirmpilze oder Parasol haben einen Durchmesser von 25 cm.
Vor zwei oder drei Jahren habe ich mal ein Blogpost mit der Überschrift "Gerhards Pilze-ABC" geschrieben. Vor allem zu dieser Jahreszeit wird nach Pilzen gegoogelt. Und da stehe ich in der Google-Suche offenbar immer recht weit oben. Deshalb gehört "Gerhards Pilze-ABC" von den Klicks her zu meinen Top 10 alles Posts. Mich zieht es an warmen, feuchten Herbsttagen aber auch in die Wälder des Siebengebirges. Denn "nach schmackhaften Pilzen steht mir der Sinn", wie einst Ullrich Roski selig sang. Heute stand mir ein Parasol-Pilz im Weg. Diese Sorte ist wegen ihrer Größe unverkennbar und vom Geschmack her von einem einzigartigen, nussigen Aroma. Man kann ihn in Stücke geschnitten kurz in Butter schmoren oder im Ganzen in Ei wenden, mit Semmelbrösel panieren und in der Pfanne ausbacken. So habe ich es heute gemacht. Dazu ein knackiger Endiviensalat. Lecker!

Sonntag, 8. September 2013

Zwetschentarte

Sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch geschmacklich mal was ganz anderes!
In Nachbars Garten steht ein Zwetschenbaum. Hinter einer Gartenhütte. Der Nachbar kommt selbst gar nicht dran. Deshalb hat er hochoffiziell die Genehmigung erteilt, dass ich das, was dran hängt, auch ernten darf. ICH komme gut dran an das Obst, denn der Baum hängt besonders schwer und voll dieses Jahr. Und was machen damit? Powidl habe ich noch vom Vorjahr. Letztes Wochenende gabs schon Pflaumenkuchen vom Blech. Deshalb habe ich mich heute mal an etwas Neues gewagt: Zwetschentarte mit Mürbeteig. Und ich kann jetzt schon verraten: ein voller Erfolg!

Zutaten
250 gr. Mehl
125 gr. Butter in Flocken
75 gr. Zucker
1 Ei
50 gr. Aprikosenmarmelade
1 Pfund Zwetschen

Aus Mehl, Zucker, Butter und Ei einen Mürbeteig kneten und 30 Minuten ziehen lassen. Zwetschen entkernen, dabei ziehharmonika-förmig aufschneiden. Kuchenform (28 cm) einfetten. Teig zu einer Platte ausrollen und in die Kuchenform legen. Teigrand schon eindrücken in die Rillen der Form. Kreisförmig mit den Zwetschen belegen. In den Backofen bei 180 gr. Umluft für etwa 30 Minuten. Aprikosenmarmelade mit etwas Wasser in ein Töpfchen geben, aufkochen lassen, bis sich das Gelee auflöst, durch ein Sieb streichen. Nach 30 Minuten Backzeit, werden die Zwetschen damit bestrichen. Nochmal 15 Minuten in den Ofen. Vor dem Auslösen aus der Form unbedingt erkalten lassen.

Montag, 19. August 2013

Ajvar

Ajvar chmeckt zu allem, was vom Grill kommt.
Ab und an überkommt mich die Lust auf gegrilltes Fleisch und der Gang zum Ex-Jugoslawen. Da gibts dann Grillteller mit Ćevapčići, Leber, Schweine- und Rindersteaklets, Djuvec-Reis und .... Ajvar, diese rote, pikante Paste, die ich so nur vom Balkan kenne. Fehlt noch in meinem Blog. Also habe ich mich mal kundig gemacht, wie die hergestellt wird. In allen Rezepten kommen dieselben Zutaten rein. Immer wird die Paprika-Schote im Backofen gebacken, um die Haut abzuziehen. Kann ich gut verstehen, das mit der Haut. Ich mag die auch nicht in Tomaten-Sugo. Was mich wundert ist, dass in keinem Rezept eine Flotte Lotte zum Einsatz kommt. Weil damit ist der Aufwand mit dem Backofen eigentlich überflüssig. 

Ich habe die Ajvar folgendermaßen gemacht ..

1 kg rote Paprika-Schoten
100 gr. Aubergine
1 Knoblauchzehe
1 Möhre
2 Chili-Schoten
2 EL Olivenöl 
Salz, Pfeffer 

Die Zutaten reichen für ein 250 gr. Glas wie auf dem Foto. Paprikaschoten puzzen, entkernen und würfeln. Den Chili, das Auberginen-Stück, die Möhre und die Knoblauchzehe ebenfalls würfeln, letztere sehr fein. Das ganze Gemüse in einen Topf geben und im Olivenöl andünsten. Deckel drauf und so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Durch die Flotte Lotte drehen. Wieder in den Topf zurück und ohne Deckel so lange einkochen, bis eine pastenartige Konsistenz erreicht ist. Jetzt noch salzen und pfeffern. Fertig. Schmeckt zu allem Gegrillten und hält im Kühlschrank zwei Wochen.

Freitag, 16. August 2013

Pizza backen bei den Schweizer Gottwalds

Mein Onkel Bernd ist schon ein pfiffiger Typ. In den 60er Jahren Musiker, dann in die Schweiz ausgewandert, geheiratet, als Schriftsetzer gearbeitet, inzwischen Filmproduzent, Fan vom Ami-Schlitten und Meerwasser-Aquarianer. In seinem Garten im Toggenburger Land steht außerdem ein wahres Schmuckstück: ein selbstgebauter Pizza-Backofen. Als ich jetzt für ein Wochenende zu Besuch war, wurde der in Betrieb genommen. Ein sehr aufwändiges Unterfangen einerseits, Eventkochen andererseits - wie die Bildergalerie belegt.


Zunächst wird der Pizzaofen mit Buchenholz befeuert. Insgesamt dauert diese Prozedur 2,5 Stunden. Nur so bekommt der Schamottstein am Boden die richtige Hitze. Dabei entsteht auch recht viel Glut, die mit einer Schaufel entfernt wird in den bereitstehenden Zinkeimer. Der Rest wird mit einem Schieber an die Seite geschoben. So entsteht der Platz für zwei Pizzas.
In der Zwischenzeit werden Tomatensugo und Pizzateig (portionsweise) vorbereitet. Ich habe mir immer zu viele Gedanken um das zu verwendende Mehl und die Rezeptur gemacht. Hier waren es Weißmehl Typ 405, Olivenöl, Wasser und Salz. Ganz simpel.

Das Geheimnis einer guten Pizza ist nämlich einfach nur die Temperatur, mit der sie gebacken wird. Bernd sagt, dass er mal 500 Grad in seinem Ofen gemessen hat. Ich glaube zwar nicht, dass der Schamottstein so heiß wird, aber 300 Grad hat er schon schätzungsweise. Das Bild zeigt die Pizza in der Küche und später, wenn sie aus dem Ofen kommt.
Vor der zweiten Runde wurde nochmal eine halbe Stunde gestocht. Das Ergebnis war auch wirklich besser. Die Pizza rechts war vielleicht drei Minuten drin. Schon nach wenigen Sekunden warf der Teig die charakteristischen Blasen. Zusammen mit dem Grillgeschmack ist das wirklich ein Erlebnis. Leider kosten fertige Bausätze für Pizzabacköfen so um die 1.500 Euro. Aber Bernd sagt, er kennt einen, der die gut und günstig baut: "Mich!" ... :-)))












Samstag, 3. August 2013

Pasta e fagiole

Sieht ein bisschen nach Gefängnisfraß aus, schmeckt aber gut!
"When the stars make you drool just-a like-a pasta fazool, that‘s amore" Wer kennt das Zitat aus einem Lied, komponiert 1952 und vorgetragen mit samtweicher Stimme von Dean Martin? Ich mag das Lied sehr gern. Mich amüsiert vor allem, wie sich Italo-Amerikaner Dean Martin abmüht mit einem italienischen Akzent und dann aber amore ausspricht wie ämouräi :-))... Was mich an dem Text auch "gedroolt" hat, sind die pasta fazool. Was das wohl ist, habe ich mich gefragt, ein bisschen gegoogelt und dabei auf Pasta e fagiole gestoßen. Also Nudeln mit Bohnen. Klingt fast ein bisschen nach Dschungel-Camp. Aber ich habe es mal versucht.

Zutaten für 4 Personen:
250 gr. Wachtelbohnen
1 Möhre
1 Zwiebel
1 Stange Staudensellerie
2 Knoblauch-Zehen
100 gr. durchwachsenen Bauchspeck
4 mittelgroße Tomaten
etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer
300 gr. einer kleinen Nudelsorte

Die Wachtelbohnen gut abbrausen und mit genügend Wasser am Vorabend in einer Schüssel einweichen. Beim Speck die mageren Fleischteile und die fetten Speckteile trennen. Separat fein würfeln. Pfanne aufsetzen, Olivenöl reingeben und die mageren Speckwürfel anbraten. Bohnen dazu geben mit etwas Einweichwasser und leicht köcheln lassen. Möhre, Zwiebel, Sellerie und Knoblauch sehr fein würfeln. In einer zweiten Pfanne die fetten Speckwürfel auslassen und das Gemüse dazugeben und bei niedriger Hitze weichdünsten. Von den Bohnen die Hälfte aus der Pfanne nehmen und mit dem Stabmixer pürrieren, wieder zu den Bohnen geben, das andere Gemüse auch. Die Nudeln ein Salzwasser gar kochen. Nudeln und Gemüse in einer Schüssel mischen. Fertig. Sieht ein bisschen aus wie Gefängnisfraß aus, schmeckt aber gut und "droolt" .. : )

Samstag, 27. Juli 2013

Melonen-Limonade

Macht optisch was her und schmeckt erfrischend fruchtig.
Bei dem Wetter und über 30 Grad Lufttemperatur wundert es nicht, dass man hauptsächlich eins im Kopf hat: Wie kühle ich mich ab? Sprung in den Rhein? Oder ein erfrischendes Kaltgetränk. Vor ein paar Tagen ist mir das Rezept einer Kochbloggerin aufgefallen - Melonen-Limonade. Sieht lecker aus, schmeckt fruchtig und weckt die Lebensgeister. Die Frucht einer Wassermelone wird etappenweise pürriert und durch ein Sieb gegossen. Hinzu kommt der Saft von 5 Limetten und ein Schuss Ahornsirup zur geschmacklichen Abrundung. Wird serviert mit ein wenig zerstoßenem Eis.

Sonntag, 14. Juli 2013

Serbische Bohnensuppe

Chön charf mit Chili-Öl :-)
Serbische Bohnensuppe habe ich ewig nicht gemacht. Keine Ahnung, warum. Aber manchmal kommt die Inspiration einfach durch die Zutaten, die zufällig gerade im Kühlschrank liegen. Ich hatte Speck, einige luftgetrocknete Mettwürstchen, Tomatenmark und einen Bund Suppengrün mit einer Stange Lauch, zwei Möhren und einem Stück Sellerieknolle. Im Vorratsschrank fand ich außerdem noch eine Packung weiße Bohnen und eine Flasche mit feinem Chili-Öl. Knoblauch habe ich immer da. 

Die Bohnen habe ich zuerst gut gewaschen und dann einen halben Tag eingeweicht. So kann man das Einweichwasser später für die Suppe verwenden. Den gewürfelten Speck habe ich zusammen mit den in grobe Scheiben geschnittenen Mettwürstchen in dem Chili-Öl leicht angebraten. Dann kam der in Scheiben geschnittene Lauch dazu, dann die gewürfelten Möhren, der Sellerie und der Knoblauch. Nachdem das Gemüse leicht angeschwitzt war, kamen die Bohnen samt Einweichwasser dazu, außerdem zwei Esslöffel Tomatenmark und ein Esslöffel süßer Paprika. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt habe ich erst ganz zum Schluss. Ein halbe Stunde später kam diese sehr pikante Suppe auf den Tisch.

Ich habe eine Freundin aus Kroatien, die das Foto oben auf Facebook kommentiert hat. Auf meine Frage, ob es denn auch in der kroatischen Küche serbische Bohnensuppe gibt, meinte sie: "Klar, sie heißt aber einfach nur Bohnensuppe!"