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Samstag, 3. August 2013

Pasta e fagiole

Sieht ein bisschen nach Gefängnisfraß aus, schmeckt aber gut!
"When the stars make you drool just-a like-a pasta fazool, that‘s amore" Wer kennt das Zitat aus einem Lied, komponiert 1952 und vorgetragen mit samtweicher Stimme von Dean Martin? Ich mag das Lied sehr gern. Mich amüsiert vor allem, wie sich Italo-Amerikaner Dean Martin abmüht mit einem italienischen Akzent und dann aber amore ausspricht wie ämouräi :-))... Was mich an dem Text auch "gedroolt" hat, sind die pasta fazool. Was das wohl ist, habe ich mich gefragt, ein bisschen gegoogelt und dabei auf Pasta e fagiole gestoßen. Also Nudeln mit Bohnen. Klingt fast ein bisschen nach Dschungel-Camp. Aber ich habe es mal versucht.

Zutaten für 4 Personen:
250 gr. Wachtelbohnen
1 Möhre
1 Zwiebel
1 Stange Staudensellerie
2 Knoblauch-Zehen
100 gr. durchwachsenen Bauchspeck
4 mittelgroße Tomaten
etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer
300 gr. einer kleinen Nudelsorte

Die Wachtelbohnen gut abbrausen und mit genügend Wasser am Vorabend in einer Schüssel einweichen. Beim Speck die mageren Fleischteile und die fetten Speckteile trennen. Separat fein würfeln. Pfanne aufsetzen, Olivenöl reingeben und die mageren Speckwürfel anbraten. Bohnen dazu geben mit etwas Einweichwasser und leicht köcheln lassen. Möhre, Zwiebel, Sellerie und Knoblauch sehr fein würfeln. In einer zweiten Pfanne die fetten Speckwürfel auslassen und das Gemüse dazugeben und bei niedriger Hitze weichdünsten. Von den Bohnen die Hälfte aus der Pfanne nehmen und mit dem Stabmixer pürrieren, wieder zu den Bohnen geben, das andere Gemüse auch. Die Nudeln ein Salzwasser gar kochen. Nudeln und Gemüse in einer Schüssel mischen. Fertig. Sieht ein bisschen aus wie Gefängnisfraß aus, schmeckt aber gut und "droolt" .. : )

Sonntag, 6. Mai 2012

Gulyás és Csipetke

Ziemlich scharfe Angelegenheit mit einer Habanero-Schote
In letzter Zeit wurde ich häufiger mal kritisiert, mein Gulasch mit Paprika, Tomaten und Zwiebeln wäre einfach zu "gemüsig". Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht im Web nach neuer Inspiration und bin dabei auf eine ganz interessante Nudelsorte gestoßen, die ich so noch nicht kannte: Csipetke. Das sind gezupften Nockerl aus frischem Nudelteig. Und das wird in Ungarn offenbar klassich als Beilage zum Gulyás oder Pörkölt gereicht. Es ist zwar ein wenig aufwändig, schmeckt aber erwartungsgemäß lecker.

Zutaten fürs Gulasch:
1 Kg Rindfleisch aus der Oberschale
2 Gemüsezwiebeln
2 - 3 Knoblauchzehen
4 Tomaten
1 Habanero Chili Schote
1 EL Kümmel
2 EL Paprika edelsüß
3 EL gehackter frischer Majoran
1 l Fleischbrühe
Salz, Pfeffer
50 gr. Butterschmalz

Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Butterschmalz in einem gusseisernen Topf erhitzen und das Fleisch portionsweise von allen Seiten anbraten. Nur so ist gewährleistet, dass das Fleisch nicht saftet, weil das Fett zu kalt wird. Ich mache das mithilfe einer weiteren Pfanne. Zwiebeln grob und Knoblauch fein würfeln, zum Fleisch geben und ebenfalls anbraten. Tomaten kreuzweise einschneiden, mit kochendem Wasser überbrühen, häuten, entkernen und gewürfelt ebenfalls zu Fleisch. Chili-Schote halbieren, entkernen, fein würfeln und ab damit in den Topf. Danach die Hände GUT waschen, sonst kann es unangenehm werden. Fleischbrühe angießen, mit Kümmel, Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Das Gulasch gut eine Stunde köcheln lassen, bis das Fleisch schön mürbe ist. Zum Schluss den gehackten Majoran unterrühren.

Csipetke gibts so garantiert nicht zu kaufen.

Zutaten für die Csipetke:
125 gr. Hartweizengrieß
125 gr. Weizenmehl
3 Eier
Salz
etwas Butter

Aus den Zutaten einen Teig kneten und eine halbe Stunde ruhen lassen. Dann nochmals kurz durchkneten und mit dem Nudelholz 2mm dick ausrollen. Ein großes Holzbrett leicht einmehlen und den Teig in etwa 1cm große Fetzen reißen. Dauert bei der Menge etwa eine halbe Stunde. Wasser aufsetzen, wenn es kocht salzen und die Csipetke reingeben. Kurz aufkochen lassen. Wenn sie oben schwimmen, sind sie gut. Csipetke abschütten und in eine gebutterte Schüssel geben.

Sonntag, 22. April 2012

Tagliatelle al Salmone

Optisch nicht spektakulär, aber trotzdem sehr lecker!
Pasta jeglicher Art zählt ja zu meinem Standard-Repertoir. Ich kenne zwar nicht jede Nudelform, muss ich aber auch nicht. Mir schmeckt einfach jede - vor allem wenn De Cecco seit 1886 auf der Packung steht. Das ist einfach die beste fertige Pasta, die ich kenne. Aufmerksame Leser meines Blogs wissen aber auch, dass ich meine Pasta meistens selbst herstelle - einmal sogar vor laufender Kamera und geadelt von Fernsehkoch Johann Lafer. Ein Kritiker im Online-Forum der ZDF-Küchenschlacht hatte dafür ja gar kein Verständnis: "Küche dreckig, Maschine dreckig, T-Shirt dreckig! Wozu dieser Aufwand?" Mit der Meinung stand er aber ziemlich alleine. Klar, Nudeln aus eigener Herstellung sind aufwändig. Aber der Geschmack rechtfertigt das. Gestern habe ich mal einen kleinen Test gemacht: Handkurbelmaschine vs. Simac Pastamatic. Die Tagliatelle aus der elektrischen Maschine haben gewonnen .. :-) ... Ich habe sie mit einer Lachs-Sahne-Sauce gemacht.
Zutaten:
1 Packung Tagliatelle von De Cecco
250 gr. Lachsfilets
1 Zwiebel
1 Stange Staudensellerie
1 Mohrrübe
1 halbe Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
1 EL Senfkörner
1 halber Becher Saure Sahne
1 TL mittelscharfer Senf
1 EL Mehl
etwas Butter
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Gemüse putzen und grob würfeln. Zusammen mit den Lachsfilets, den Senfkörnern und dem Lorbeerblatt in einem halben Liter Wasser in 10 Minuten gar dünsten. In der Zwischenzeit Nudelwasser aufsetzen. Fisch rausnehmen, Sud durch ein Haarsieb gießen und auffangen. Nudelwasser salzen, wenn es kocht und die Nudeln darin bissfest kochen. In einem Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen, das Mehl darin anschwitzen und den Fischsud in zwei bis drei Etappen einrühren. Sahne und Senf ebenfalls, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Lachs mit den Händen in gabelfertige Stücke teilen und zur Sauce geben. Eventuell nochmals nachsalzen. Nudeln abschütten, in einer gebutterten Schüssel mit der Sauce mischen. Fertig .. : )