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Montag, 19. August 2013

Ajvar

Ajvar chmeckt zu allem, was vom Grill kommt.
Ab und an überkommt mich die Lust auf gegrilltes Fleisch und der Gang zum Ex-Jugoslawen. Da gibts dann Grillteller mit Ćevapčići, Leber, Schweine- und Rindersteaklets, Djuvec-Reis und .... Ajvar, diese rote, pikante Paste, die ich so nur vom Balkan kenne. Fehlt noch in meinem Blog. Also habe ich mich mal kundig gemacht, wie die hergestellt wird. In allen Rezepten kommen dieselben Zutaten rein. Immer wird die Paprika-Schote im Backofen gebacken, um die Haut abzuziehen. Kann ich gut verstehen, das mit der Haut. Ich mag die auch nicht in Tomaten-Sugo. Was mich wundert ist, dass in keinem Rezept eine Flotte Lotte zum Einsatz kommt. Weil damit ist der Aufwand mit dem Backofen eigentlich überflüssig. 

Ich habe die Ajvar folgendermaßen gemacht ..

1 kg rote Paprika-Schoten
100 gr. Aubergine
1 Knoblauchzehe
1 Möhre
2 Chili-Schoten
2 EL Olivenöl 
Salz, Pfeffer 

Die Zutaten reichen für ein 250 gr. Glas wie auf dem Foto. Paprikaschoten puzzen, entkernen und würfeln. Den Chili, das Auberginen-Stück, die Möhre und die Knoblauchzehe ebenfalls würfeln, letztere sehr fein. Das ganze Gemüse in einen Topf geben und im Olivenöl andünsten. Deckel drauf und so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Durch die Flotte Lotte drehen. Wieder in den Topf zurück und ohne Deckel so lange einkochen, bis eine pastenartige Konsistenz erreicht ist. Jetzt noch salzen und pfeffern. Fertig. Schmeckt zu allem Gegrillten und hält im Kühlschrank zwei Wochen.

Freitag, 9. April 2010

Cevapcici mit Djuvec-Reis


Exjugoslawisches Formfleisch .. : ))
Ich frag mich oft, wann ich eigentlich zum letzten Mal bei einem guten "Jugoslawen" war. Nicht nur, dass diese Bezeichnung ja politisch inkorrekt ist. Seit der späten 90er sind die mehr oder weniger von der Bildfläche verschwunden. Oder heißen die jetzt Serben, Kroaten, Slowenen, Bosnier, Kosowaren, Mazedonier? Allenfalls ist das Restaurant-Genre jetzt zusammen gefasst als "Balkan-Spezialitäten"! Wie auch immer, ich bin dankbar für Tipps - München oder Rheinland. Denn ich habe wirklich öfter Heißhunger auf so einen Grillteller mit Spieß, Cevapcici, Lamm-Kotelett, Leber, eine Halbkugel Djuvec-Reis und reichlich rohe Zwiebeln!!! Und solange ich das nicht finde, kümmere ich mich selbst drum.

Zutaten für Cevapcici:

½ kg Hackfleisch halb und halb

1 altbackenes Brötchen

etwas Milch

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Ei

1 Esslöffel Tomatenmark

Rosenpaprika

Kreuzkümmel

Salz, Pfeffer

Mehl, Semmelbrösel

Olivenöl

Das Brötchen in 1 cm große Würfel schneiden. Etwas heiße Milch drüber geben und durchziehen lassen. Hackfleisch in eine Schüssel geben. Die Zwiebel mit ein paar Esslöffeln Fleischbrühe blanchieren, kurz abkühlen lassen. Die kommen dann mit dem durchgeweichten Brötchen, dem Ei und den Gewürzen zum Hackfleisch. Alles gut durchmischen. Hackfleischbällchen in einem Gemisch aus Semmelbröseln und Mehl wenden und auf einem Holzbrett mit der flachen Hand etwa 2 cm dicke und 10 cm lange Würstchen formen. Eine halbe Stunde liegen lassen. Dann behalten sie später die Form. Mit Olivenöl einpinseln und auf den Grill damit. Damit sie schön knusprig braun sind, müssen die Cevapcici von allen 4 Seiten gegrillt werden.

Djuvec-Reis ist eins meiner Lieblingsgerichte. Und meine Kids stehen auch total drauf. Selbst meine wesentlich bessere Hälfte sagt: "Ich mag ja eigentlich keine Reisgerichte. Aber dieser Djuvec-Reis ist einfach total lecker!"

Zutaten für den Djuvec-Reis:
1 Liter echte Fleischbrühe
3 Tassen Parboiled Reis

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Möhre

Je 1/3 grüne, rote, gelbe Paprikaschote

1 Handvoll Cocktail-Tomaten

3 EL Tomatenmark

Olivenöl

1 Döschen Safran

1 Döschen Erbsen

1 Lorbeerblatt

1 EL Rosenpaprika

Salz, Pfeffer

Zwiebeln, Knoblauch und das Gemüse fein würfeln und im Olivenöl bei geringer Hitze anbraten. Den Reis dazu geben und mit braten, bis er glasig wird. Etwas von der Fleischbrühe angießen. Jetzt kommen die Erbsen, gewürfelte Tomaten, Tomatenmark, Lorbeerblatt, Safran und Paprika dran. Immer wieder umrühren und Brühe dazu geben bis der Reis gar ist und kaum noch Flüssigkeit da ist. Kurz vor Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.