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Sonntag, 18. November 2012

Rheinischer Sauerbraten

Am Sauerbraten scheiden sich ja die Geister. Die einen schwören auf Rosinen in der Soße. Andere beteuern: "Sauerbraten? Am besten aus Pferdefleisch!" Ehrlich gesagt: Ich mag keine Rosinen in der Soße. Und das mit dem Pferdefleisch halte ich für Räuberpistolen. Hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen. Und ich wüsste auch gar nicht, wo man Pferdefleisch einkaufen kann. Ich mag Sauerbraten ganz normal aus der Oberschale vom Rind, eingelegt in eine kräftige Marinade aus Essig, Rotwein und Gewürzen. Aber man sollte schon zum Metzger seines Vertrauens gehen. Oftmals wird ein Fleisch minderer Qualität eingelegt. Von außen ist das nicht zu erkennen - erst, wenn der Braten zäh ist statt wundebar mürbe. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft sich ein schönes Stück Rinderbraten und legt es selbst ein. Und das geht folgendermaßen ..


Alles, was zu einem guten Sauerbraten gehört :-)
Zutaten:
1 - 2 kg Rinderbraten aus der Oberschale
1 Flasche fruchtigen Rotwein, zum Beispiel Beaujolais
1/2 Liter Rotweinessig
1/2 Stange Lauch
1 Stück Sellerie
1 Möhre
3 Lorbeerblätter
1 EL schwarze Pfefferkörner
1 EL Wacholderbeeren
1 EL Senfkörner
1 TL Nelken

Salz 
etwas Butterschmalz
kalte Butter in Flocken


Fürs Einlegen benutze ich einen Steingut-Topf
Gemüse putzen und in Stücke schneiden. Zusammen mit den Gewürzen und dem Fleisch in ein Gefäß geben. Essig und Wein dazu gießen und an einen kühlen Ort stellen. Theoretisch kann das so jetzt 14 Tage stehen bleiben. 5 Tage reichen aber auch.

Für die Zubereitung Fleisch aus der Marinade holen und trocken tupfen. Die Marinade selbst durch ein Sieg gießen. Daraus machen wir diese umwerfende Soße. In einem Topf das Butterschmalz erhitzen und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten, damit sich die Poren schließen. Sonst wird das Fleisch schnell etwas trocken. Marinade angießen und einige Minuten aufkochen, bis der Alkohol verdampft ist. Jetzt runterschalten auf kleine Stufe, Deckel drauf und den Braten eine bis eineinhalb Stunden sanft schmoren lassen. Das Fleisch ist fertig, wenn man mit der Gabel fast ohne Widerstand einstechen kann. Fleisch aus dem Topf nehmen und die Soße mit der kalten Butter binden.

Zu Sauerbraten gehen auch Semmelknödel. Aber Spätzle schmecken mir am besten.

Am besten schmecken mir dazu selbstgemachte Spätzle: 1,5 Eier pro Person und so viele Eier, wie das Mehl "schluckt" und der Teig zähflüssig ist. Mit dem Spätzle-Hobel in siedendes Salzwasser reiben. Wenn die Spätzle aufsteigen, sind sie fertig.

Montag, 28. Mai 2012

Kartoffel-Lauch-Suppe mit Croutons

Geht auch gut als Mitternachtssüppchen.

Kaum ein Wochenende vergeht bei mir ohne einen Eintopf. Das war auch schon in meinem Elternhaus so und bei meinen Großeltern auch. Samstags gabs eine Gemüsesuppe. Zu den Klassikern gehören grüne, braune, weiße, bunte oder serbische Bohnensuppe, Linsensuppe, Gerstensuppe oder wie meine Oma immer sagte: "Quer dursch de Gaade!", also alles, was der Gemüsegarten saisonal gerade hergibt.

Ab und zu weiche ich ein bisschen davon ab und lass mich inspirieren für Neues. Meine Kartoffel-Lauch-Suppe wäre ohne Möhre, mit Milch und kalt gegessen eine Crème Vichyssoise. Die soll aber eine puddingartige Konsistenz haben. Nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Bei mir wirds mit fast denselben Zutaten eine eigene Variante.

Zutaten für die Suppe:
1 Liter Fleischbrühe
1 Stange Lauch
1 Frühlingszwiebel
1/2 Sellerie-Knolle
1 Möhre
4 mittelgroße Kartoffeln
1/2 Becher süße Sahne
1 EL Speiseöl

Lauch, Sellerie, Frühlingszwiebel und Möhre putzen. Das Gemüse würfeln, von der Frühlingszwiebel die Schlotten abschneiden und zur Seite legen. Speiseöl in einem flachen Topf erhitzen und die Gemüselwürfel darin andünsten. Kartoffeln schälen, ebenfalls würfeln und zu dem Gemüse in den Topf geben. Fleischbrühe angießen und das ganze eine gute halbe Stunde auf niedriger Flamme köcheln lassen. Wenn das Gemüse weich gekocht ist, die Suppe mit dem Stabmixer pürrieren. Die Sahne dazu geben und noch mal kurz aufkochen lassen.

Außerdem habe ich noch Croutons dazu gemacht. Und die gehen so: Von 4 Scheiben Weißbrot den braunen Rand abschneiden. Die Weißbrotscheiben in 1 cm große Würfel schneiden. Eine Pfanne mit einer Knoblauchzehe einreiben. 50 gr. Butter darin auslassen, Brotwürfel dazu geben. Sobald das Brot die Butter das Brot aufgesogen hat, beginnen die Würfel zu bräunen. Mit dem Pfannenwender immer wieder mal umrühren, bis die Brotwürfel die richtige Farbe haben und schön knusprig sind.

Für die Deko die Zwiebelschlotten in feine Streifen schneiden. Suppe mit den Schlottenstreifen und Croutons garnieren. Fertig .. :)