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Mittwoch, 24. November 2010

Leberkäse im Blätterteig - Gastbeitrag von Arnold


Arnold alias golocal User Horatio betätigt sich ganz intensiv als Rezepteschreibe im Forum von golocal.de. Deshalb habe ich ihn gefragt, ob er nicht einen Gastbeitrag in mein Blog stellen möchte. Und hier ist er!!

"Vor ein paar Tagen kam ganz unverhofft Besuch zu mir und ich hatte nichts Fertiges im Haus. Also den Kühlschrank auf gemacht und geguckt.
Siehe da, da gab es Einiges, aus dem man ein schnelles, wohlschmeckendes Gericht zaubern konnte. Ich fand:

• 1 Beutel mit 400 gr. Sauerkraut,
• 1 Dose Ananasstückchen,
• 3 Scheiben Leberkäse,

• 1 Ei und

• 2 Rollen Blätterteig

• 1 Glas Senf (scharf/mittelscharf je nach Geschmack)
• Salz und Pfeffer

Zuerst wird das Sauerkraut vom Saft befreit, in der Pfanne mit den Ananasstückchen anbraten und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Den Blätterteig ausrollen, der Breite nach durchschneiden und auf Backpapier legen. Darauf kommt nun das abgekühlte Sauerkraut, zwei halbe Scheiben mit Senf bestrichenen Leberkäse, 2 Scheiben Schinken und darauf wieder Sauerkraut.
Der Teig wird übereinandergeschlagen und mit Ei bestrichen. Danach für 20 – 25 Minuten in den Umluftherd bei 180 g backen."

Montag, 1. November 2010

Kalbsrouladen



Zu Kalbsrouladen weiß ich ausnahmsweise mal keine Geschichte. Im EDEKA in Aegidienberg war Kalbfleisch im Angebot. So bin ich also auf die Idee gekommen, mal was anderes zu machen. Alle, die mitgegessen haben, fanden, dass es eine gute Idee war.

Meine Variante für Kalbsrouladen geht so:
4 flach geschnitte große Kalbsschnitzel
2 Kalbsbratwürstchen
4 Salbeiblätter
Salz, Pfeffer
1 Markknochen vom Kalb
1/2 Liter Kalbsfond
2 Esslöffel kalte Butter

Schnitzel mit Haushaltspapier trocken tupfen und mit dem Fleischhammer noch mal flach klopfen. Salzen und pfeffern. Das Brät aus dem Darm lösen die Schnitzel damit dünn bestreichen. Die Salbeiblätter hacken und die Rouladen damit würzen. Die Rouladen einrollen und mit einem Zahnstocher fixieren.

Das Mark aus dem Knochen lösen, in einen Topf geben und auf Stufe 7 auslassen. Die Rouladen darin von allen Seiten kräftig anbraten. Den (selbstgemachten) Kalbsfond angießen. Deckel drauf, Platte auf kleine Hitze drehen und die Rouladen 1 Stunde schmoren. Zum Schluss in die Soße die kalte Butter in Flocken einrühren und damit binden.

Ich habe dazu frische Tagliatelle gemacht und einen noch frischeren Vernaccia di San Giminiano getrunken!

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Spaghetti alla puttanesca





Als ewiger Freund der italienischen Küche und im speziellen der Pasta asciutta komme ich um eine wirklich nette Skurrilität nicht herum: den Spaghetti alla puttanesca! Was ist daran so skurril und nett? Auf Deutsch sind das Spaghetti nach Nutten-Art .. pikant und scharf!! .. : ))


Ich mach sie so:

1 Pfund Tomaten

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 Chili-Schoten

1 Hand voll schwarze Oliven

2 Esslöffel Kapern

1 Zweig Rosmarin

2 zweiglein Thymian

Salz, Pfeffer, Olivenöl


Zwiebel würfeln, Knoblauchzehe fein hacken und beides in einem Topf mit dem Olivenöl leicht anschwitzen. Gehäutete, entkernte und gewürfelte Tomatenstücke, die ein Scheiben geschnittenen Chilischoten, die Oliven und die Kapern dazu geben. Thymian zerreiben und vom Rosmarin die Nadeln abzupfen und damit die Soße würzen. Die Soße eine halbe Stunde köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Ich esse am liebsten die Spaghetti Nummer 12 von De Cecco dazu! Die sind etwas dicker.

Freitag, 22. Oktober 2010

Gnocchi



Gnocchi ist die einzige "Nudelsorte", die ich immer nur selbst mache. Eigentlich sind Gnocchi auch gar keine Nudeln, sondern Kartoffelklöße im Miniformat. Und ausgesprochen werden sie "Njokki" .. : ) .. Kennen gelernt habe ich die durch die Kochsendung von Alfred Biolek. Da war die ARD-Korrespondentin Franca Magnani zu Gast und hat mich mit ihrer Art total begeistert. Seitdem bin ich Gnocchi-Fan! Einmal sind sie mir bisher misslungen. Das war bei der Feier zu meinem 40. Geburtstag. Ich hatte mir vorgenommen, 28 Gäste mit einem 5-Gänge-Menue zu bekochen. Keine gute Idee, weil ich völlig untergegangen bin, keine Zeit hatte für Gespräche mit meinen Gästen und die vorbereiteten Gnocchi zusammen gepappt waren und nicht mehr zubereitbar. Dabei gehen die so einfach!!


Zutaten (für 4 Personen):

1 kg mehlig kochende Kartoffeln

1 Ei

zirka 250 gr. Mehl

1 Messerspitze Backpulver

Salz


Die Kartoffeln ungeschält gar kochen, pellen und ausdämpfen lassen. Dann durch eine Kartoffelpresse drücken. Salzen, mit Ei und Mehl zu einem Teig verarbeiten. Es darf nicht zuviel Mehl sein, weil sie dann nicht mehr schmecken. Es darf aber auch nicht zu wenig Mehl sein, weil sie dann auseinander fallen. Ist also ein bisschen Gefühls- und Übungssache. Stücke von dem Teig mit einem Messer abschneiden und zu 2 cm dicken "Würsten" rollen. Davon 3 cm lange Stücke abschneiden und nochmal einmehlen.


Wasser in einem 5-Liter-Topf zum Kochen bringen, salzen und immer nur so viele Gnocchi rein geben, dass es nicht aufhört zu sprudeln. Die Gnocchi sinken erstmal zu Boden und steigen auf, wenn sie gar sind. Mit dem Schaumlöffel raus nehmen. Ich schwenke sie nochmal kurz in Butter und gebe gehackten Salbei und geriebenen Parmiggiano dazu. Schmeckt aber auch mit Tomatensauce!

Freitag, 15. Oktober 2010

Die beste Wurst kommt aus dem Pott

XXL-Tester Jumbo Schreiner hat im Finale des golocal Wettbewerbs den Sieger ausgewählt

Deutschlands Currywurst-Fans haben es jetzt Rot auf Weiß: Die beste kommt aus der Currywurst-Hochburg - dem Ruhrgebiet. Genauer gesagt aus Gelsenkirchen-Sutum. „Curry Heinz“ alias Carsten Heinz Richter ist mit seinem Team glücklicher Sieger des großen bundesweiten Wettbewerbs „Deutschland sucht die Super-Wurst“ von golocal, Partner von Das Örtliche. Unter den drei Imbissen mit den meisten und besten Bewertungen hatte ihn ProSieben XXL-Tester Jumbo Schreiner in der Finalrunde zum klaren Gewinner erklärt. „Die Entscheidung war alles andere als leicht. Ich habe mich für den Klassiker entschieden: weiße Bratwurst nach hauseigenem Rezept, auf der heißen Platte handgeschnitten und nochmal knusprig angebraten, selbstgemachte Currysauce mit dem richtigen Schärfegrad - das hat mich schließlich überzeugt“, meint Jumbo. Und der 33-jährige Richter jubelt: „Wahnsinn, da hätte ich niemals mit gerechnet - bei der großen Konkurrenz.“ Der gelernte Metzger betreibt seinen Imbiss seit zwei Jahren.

Mehrere tausend User hatten in den letzen vier Wochen ihren Lieblings-Imbiss unter www.golocal.de bewertet. Die drei besten bekamen in dieser Woche Besuch von XXL-Tester Jumbo Schreiner, der die Qualität der Currywürste persönlich prüfen wollte. „Die Nummer zwei im Wettbewerb kommt aus Dresden“, erklärt Jumbo. „Die Betreiber von ,Curry & Co‘ gehen das Thema Currywurst in einer modernen, innovativen Form an. Das hat mich sehr angesprochen.“ Auf Nummer drei setzte Jumbo den ,Katastrophen-Imbiss im fränkischen Hof. „Ich bin kein Freund der roten Wurst“, meint der Fastfood-Experte, „aber trotzdem zolle ich 21 Jahren Berufserfahrung meinen vollen Respekt.“

Sieger Carsten „Curry Heinz“ Richter kann es noch gar nicht glauben. „Ich war an dem Tag so nervös, dass ich dachte, heute geht alles schief.“ Dass die Nummer eins des golocal Wettbewerbs am Ende aus dem Ruhrgebiet kommen würde, war dann aber – trotz aller Bescheidenheit – für ihn klar. „Die beste Currywurst gibt es nun mal bei uns im Pott“, sagt er. Jetzt bereitet er die große Siegerparty mit Gratis-Currywurst, Pommes und Getränk vor. Teilnehmen können alle, die ihn bei golocal bewertet haben. Einfach die eigene Bewertung ausdrucken und mitbringen oder das Teilnahmekärtchen vorzeigen, das während des Wettbewerbs bei Curry Heinz auslag.


Die Aktion wurde unterstützt von suchen.de und dem Bundesverband Schnellgastronomie und Imbissbetriebe e.V., Köln, (BVI).

Samstag, 9. Oktober 2010

Döppekoche - Rheinischer Kartoffelkuchen


Drei absolute Leibgerichte hatte ich in meiner Kindheit: warmer Apfelstrudel, Nudeln mit Hasché und "Fleppes". So sagt man am Mittelrhein zum Döppekoche, also einem Kuchen aus geriebenen Kartoffeln. Ich habe mir immer die Zunge dran verbrannt, weil der so extrem heiß auf den Tisch kam. Und die leckere braune Kruste habe ich mir immer bis zum Schluss verwahrt. Und jetzt erzähle ich euch, wie man den macht.

Zutaten:

1,5 kg Kartoffeln
1 große Zwiebel
2 Eier
2 Esslöffel Mehl

durchwachsener Speck

ggf. 150 gr. Fleischwurst vom Ring oder 2 Mettwürstchen

Salz

1 Esslöffel Margerine


Die Kartoffeln schälen und von Hand in eine Schüssel reiben, ebenfalls die Zwiebel. Eier und Mehl einrühren, salzen. Wers mag, kann noch Fleischwurststücke oder Mettwürstchenstücke in den Teig geben. Einen Topf - am besten einen gusseisernen - mit der Margerine einfetten und den Boden mit dünnen Scheiben des Specks auslegen. Die Kartoffelmasse reingeben. Ein paar Speckscheiben oben drauf geben. Backofen auf 225 Grad Umluft einstellen und den Kartoffelkuchen mindestens eine Stunde dunkelbraun backen.


Dazu schmeckt Apfelkompott und kräftiges Landbrot mit Butter.

Montag, 27. September 2010

Hirsch-Ragout mit Pilzen und Preiselbeer-Birne


Mit Preiselbeer-Birne - ein bisschen old fashioned - aber egal. Passt einfach genial!
Ich bin kein Freund von Wild-Gerichten ... wenn ich das in gutbürgerlichen Restaurants essen soll. Ich weiß nicht warum, aber Wild wird meistens völlig überwürzt mit Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, Nelken und und und. Nie fehlt die eingemachte Birne mit Preisselbeeren. Langweilig und penetrant!!! Dabei wird der überhaupt nicht langweilige Wildgeschmack völlig zugekleistert. Meine Art Hirschgulasch schmeckt nach Wild - und nicht nach Gewürzen .. : )

Zutaten:
1 Pfund Hirschfleisch aus der Keule
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
250 Gramm Steinpilze oder Pfifferlinge
500 ml Fleischbrühe
1 Esslöffel Tomatenmark
Butterschmalz
kalte Butter
Pfeffer, Salz

Gutes Hirschfleisch gibts inzwischen sogar bei Aldi. Zwar tiefgefroren, aber in sehr guter Qualität. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in Butterschmalz von allen Seiten braun anbraten. Ich nehme dazu meinen neuen gusseisernen Topf. Damit funktioniert das Anbraten einfach fantastisch. Gemüsezwiebel grob würfeln und zum Fleisch geben. Ebenfalls die in Scheibchen geschnittene Knoblauchzehe. Brühe angießen und Tomatenmark einrühren. Deckel drauf und bei kleiner Hitze eine Stunde simmern lassen. Pilze mit dem Pinsel reinigen, in Stücke schneiden und nochmal 10 Minuten mitköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit kalten Butterstücken die Soße binden. Ich mag dazu frische Spätzle. Aber natürlich gehen auch Salzkartoffeln oder Semmelknödel.